Erdwärme oder Geothermie gehört zu den alternativen und regenerativen Energien, deren Einsatz den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduzieren könnten. Im Gegensatz zur Sonnenen- und Windergie steht sie unabhängig vom Klima und unabhängig von der Jahres- und Tageszeit fast überall und jederzeit zur Verfügung. Erdwärme ist nach menschlichem Ermessen unerschöpflich.
Unter Erdwärme versteht man die im Boden in Form von Wärme gespeicherte Energie. Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien wie Wasser-, Solar- und Windenergie steht die Erdwärme unabhängig von Jahres und Tageszeit fast überall und jederzeit zur Verfügung. Sie stellt eine nahezu unerschöpfliche und regenerative Energiequelle dar. In Deutschland nimmt die Temperatur in den tieferen Gesteinsschichten im Durchschnitt um 3°C pro 100 m Tiefe (geothermischer Gradient) zu.
Im privaten Bereich wird aus Kostengründen vorwiegend von oberflächennaher Erdwärme Gebrauch gemacht. Dabei werden vorwiegend Erdwärmesonden in vertikalen Bohrungen mit einer Tiefe von wenigen Metern bis über 200 Metern in Verbindung mit Wärmepumpen eingesetzt.
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Dies sind vertikale Wärmetauscher, installiert in Bohrungen mit einer Tiefe von 50 bis 200 m. In einem geschlossenen Kreislauf lässt man eine Flüssigkeit zirkulieren, wobei die darin gespeicherte Energie aus dem Untergrund mit Hilfe einer Wärmepumpe gewonnen wird. Dabei wird ein sogenanntens Sondenbündel, in dem eine Wärmeträgerflüssigkeit zirkuliert, in einem Bohrloch so eingebracht, daß ein möglichst inniger Kontakt zum umgebenden Erdreich entsteht. Das Sondenbündel besteht aus zwei U-förmigen Schleifen Kunstoffrohr mit einem Außendurchmesser von 25 mm bis 32 mm. Der Bohrdurchmesser beträgt zwischen 115 mm und 220mm, die Bohrtiefe für Anwendungen unter 50 kW Entzugsleistung gewöhnlich um 100 m, ggf. werden mehrere Bohrungen abgeteuft. Die Erdwärmesonden werden als Einzelsonden oder in Sondenfeldern eingesetzt. Die daraus gewonnene Erdwärme kann direkt (Luftvorwärmung) oder mit Hilfe einer Wärmepumpe genutzt werden. Erdwärmesonden können aber auch zur Kühlung verwendet werden (direkt zur Luft- und Strukturkühlung oder als Rückkühlung für eine Wärmepumpe). Auch die Kombinationen von Kühl- und Heizanwendungen sind möglich und bieten den Vorteil einer aktiven, thermischen Regeneration des Erdreiches. Das heißt, im Sommer wird der Luft im Raum Wärme entzogen und somit der Raum gekühlt. Die Wärme wird über der Wärmetauscher in die Erdwärmesonde und somit in den Untergrund gepumpt und dort abgegeben. Die Umgebung der Wärmesonde wirkt dabei als Speicher. In der Heizperiode kann diese Energie wieder gewonnen und als kostenlose Heizenergie genutzt werden. Dadurch wird die Erdwärmepumpenanlage noch effektiver. |
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Machen Sie sich unabhändig!
In den letzten Jahren und aktuell sind die Preise für fossile Brennstoffe massiv gestiegen. Durch die begrenzten Vorräte an fossilen Brennstoffen ist ein Ende dieser Steigerung nicht abzusehen und sie wird sich in den nächsten Jahren noch beschleunigen. Nach verschiedenen Studien ist der Hochpunkt der Erdölförderung bereits 2005 erreicht worden und wird in Zukunft abnehmen. Dagegen steht der hohe Energiebedarf der Wachstumsländer wie China und Indien, welche die Preissteigerung noch beschleunigen wird. Eine Entwicklung, die Sie in Zukunft kalt lassen kann.
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